
Mein Weg, in die asiatischen Kampfkünste

Alles fing an im Jahre 1997, in meiner Geburtsstadt Lutherstadt Wittenberg.
Im Alter von 15 Jahren, bin ich das erste Mal mit dem japanischen Kampfsport, Karate in Berührung gekommen. Mein Schulfreund erzählte mir damals von seinen Erfahrungen im Training. Ich bin neugierig geworden und begab mich auf die unbekannte Reise. Das Dojo wurde schließlich mein zweites zuhause.
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Ich lernte was es heißt, Disziplin, Ausdauer, Geduld und Körperbeherrschung zu entwickeln.
Ein paar Jahre später zog es mich weiter und ich probierte die koreanische Kampfkunst, Hap-Ki-Do aus.

Wir lernten eine Vielzahl von Techniken, wie man zum Bsp. einen Gegner zu Fall bringt oder ihn wirft. Wie man richtig fällt, ohne sich zu verletzen. Wie kann ich, die entgegenkommende Kraft, für mich nutzen ohne selbst viel Kraft aufzuwenden? Mein Forschergeist war geweckt.
Meine besten Freunde meldeten sich damals zu einem Halbjahres Kurs für Taichi an. Ich selbst habe diesen Kurs nie besucht. Sie zeigten mir die erlernten Bewegungen. Ich war begeistert.
Es kreiste mir ständig im Kopf herum ,ich möchte unbedingt von einem chinesischen Meister Taichi
lernen.
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Im Oktober 2003,im Alter von 21 Jahren, zogen ich und meine Partnerin nach Heidelberg. Ich habe keine Zeit verstreichen lassen und suchte akribisch nach einer Taichi Schule. Bis ich schließlich in einer Zeitschrift für kulturelles, auf eine winzig kleine Annonce gestoßen bin.
Im November 2003 fuhr ich zum ersten Mal nach Weinheim, um mir die Schule anzuschauen. Ich traf dort auf Meister Jiang Xuelin. In dem Moment wusste ich sofort, meine Suche hatte ein Ende. Ich habe meinen Lehrer und Meister gefunden. Für mich war das definitiv ein Schlüsselerlebnis in meinem Leben.
Ab dem Zeitpunkt gab es für mich kein Halten mehr. Ich habe enorm viel Zeit investiert, um diese alte traditionelle chinesische Kampfkunst zu erlernen. Wieviel Glück muss man haben, so direkt von einem chinesischen Meister lernen zu dürfen. Taichi wurde ein fester Bestandteil meines Lebens.
Anfang 2005 nahm ich auch regelmäßig an seinen Qi Gong Kursen teil und erforschte auch diesen Bereich.
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Im Sommer 2009 unternahm ich mit meinem Meister und einigen aus unserer Übungsgruppe eine 3 wöchige Reise nach China. Es war sehr beeindruckend und bereichernd, eine ganz andere Kultur kennenzulernen.
Mein geschätzter Meister Jiang nahm mich nach dem Tod seines Meisters, Großmeister Prof.Li Zhi Nan, nun selbst als Meisterschüler auf.
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Es ist für mich eine Ehre, das er mich auserwählt hat, das alte Wissen der traditionellen chinesischen Kampfkunst in seiner Komplexität zu erlernen und auch weiter zu geben.
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Ich verfeinerte immer weiter die erlernten Formen, übte mich in Meditation und Qi Gong – lauschte den unzähligen abendlichen Gesprächen vom Meister Jiang über die Philosophie der Kampfkunst.
Mittlerweile schaue ich auf eine 28 jährige Kampfkunst Laufbahn zurück. Meine körperliche und geistige Konstitution ist viel besser als mit Anfang 20. Ich bin gelassener, sorgenfreier, mein Geist ist ruhiger und fokussierter.
Alle Ängste sind verschwunden. Und genau an dem Punkt möchte ich ansetzen. Mit diesem Wissen, anderen Menschen zu helfen, Ihren Weg zu finden.
Gemeinsam auf Entdeckungsreise zu gehen und auch voneinander noch zu lernen.
Ich freue mich darauf,
Matthias Niendorf

Hauptstraße 86
67433 Neustadt/Weinstraße
Matthias Niendorf . Taichiquan

